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“Luke, sag mal, wie ist das da oben in Berlin?”
Luke Hoß, MdB, erzählt in seinem „Roten Bericht“ vom ersten Quartal als Jüngster Abgeordneter Deutschlands
Landshut. Während draußen dunkle Wolken über den Himmel zogen, versammelten sich in der „Zentrale zum Rieblwirt“ am 31. Juli rund 25 politisch Interessierte. Anlass war der „Rote Bericht“ aus Berlin des bisher jüngsten Abgeordneten der neuen Legislaturperiode und ersten linken Bundestagsabgeordneten aus Niederbayern: Luke Hoß.
Neben bekannten Gesichtern der lokalen linken Szene, wie Mascha Buchwald – Direktkandidatin und Mitglied des Kreisvorstands der Linken Landshut – sowie Falk Bräcklein aus dem Landshuter Stadtrat, fanden sich auch viele neue und interessierte Besucher:innen in gemütlicher Atmosphäre ein. Alte und neue Genoss:innen nutzten die Gelegenheit, um mit Luke Hoß ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und ihm die Themen mitzugeben, die ihnen besonders am Herzen liegen.
Rund drei Stunden lang nahm sich Hoß Zeit, um von seiner Arbeit im Bundestag mit klarem politischem Profil zu berichten. Dabei spannte er den Bogen von seinen ersten Erfahrungen als frisch gewählter Abgeordneter bis hin zu komplexen tagespolitischen Themen. Trotz seiner erst 23 Jahre präsentierte sich Hoß souverän, professionell und zugleich nahbar.
Im Zentrum der Diskussion standen vor allem die Themen Schuldenbremse, Sondervermögen, Wehrpflicht und Migrationspolitik – Bereiche, die Hoß als Mitglied des Rechtsausschusses und angehender Jurist besonders am Herzen liegen. Er kritisierte scharf die Prioritätensetzung der Schwarz-Roten Bundesregierung: Während Kommunen wie Landshut weiter unterfinanziert seien, flössen etliche Milliarden in militärische Aufrüstung. Besonders die geplante Rückkehr zur Wehrpflicht lehnte er entschieden ab – er sehe sich als Stimme einer jungen Generation, die diese entschieden nicht wolle. Auch in der Migrationspolitik bezog Hoß deutlich Stellung: Er warf Innenminister Dobrindt Gesetzesbruch und bewusste Desinformation vor und versprach, diesem Kurs im Bundestag mit Nachdruck entgegenzutreten.
Weitere Diskussionspunkte waren unter anderem die Rolle Julia Klöckners als vermeintlich neutrale Bundestagspräsidentin, Fragen rund um Identitätspolitik sowie Einblicke in die Kanzlerschaft Friedrich Merz‘. Besonders eindringlich warnte Hoß vor der Entwicklung in der CDU, die sich laut ihm unter dem Einfluss von Jens Spahn weiter in Richtung der rechtsextremen AfD bewege und damit die Demokratie gefährde.
Zum Ende der Veranstaltung machte Luke Hoß deutlich, wie er seine Rolle versteht: nicht als „Chef“ der Linken in Niederbayern, sondern als ihr Sprachrohr. Seine Aufgabe sei es, den Menschen, die sich von der Politik im Stich gelassen fühlen, wieder Gehör zu verschaffen – und ihnen das Gefühl zu geben, Teil einer solidarischen Gemeinschaft zu sein.
Mit Nachdruck ermutigte er die anwesenden Genoss:innen, weiterhin auf die Menschen zuzugehen und das Leitmotiv der Linken mit Leben zu füllen: „Hoffnung organisieren“. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit sei diese Hoffnung ein politisches Gut, das nicht unterschätzt werden dürfe.
Der „Rote Bericht“ soll deshalb keine einmalige Veranstaltung bleiben. Auch in Zukunft will Luke Hoß regelmäßig Einblicke in seine Arbeit geben.



